Hochauflösende Neurobildgebung P. J. Koopmans

Dr. Koopmans' Ziel ist es, die räumliche Detailschärfe in der Neurobildgebung (fMRT & DWI) zu verbessern. Hochauflösende MRT-Messungen stellen die Leistungsfähigkeit des Scanners vor einige Herausforderungen. Im Vergleich zu Standard-MRTs werden in der UHF-MRT 10 bis 100 mal mehr Datenpunkte akquiriert, die näher zusammenliegen. Ein großer Teil von Dr. Koopmans' Forschung widmet sich daher der Beschleunigung des Verfahrens, sowohl auf der signalanregenden Seite (Mehrband-RF-Pulse, die mit den Ultrahochfeld-Magnetfeldstärken kompatibel sind) als auch in der Signalrekonstruktion (Parallele Bildgebungs-Techniken).

Der zweite Fokus der Gruppe liegt auf einem speziellen Anwendungsbereich der hochauflösenden fMRT: Dem Abbilden von einzelnen Schichten in der Großhirnrinde. Der menschliche Neocortex besteht aus sechs histologischen Schichten, die jeweils eine bestimmte Aufgabe haben. Ein konventionelles fMRT (ca. 2-3 mm Präzision) kann die weniger als 1 Millimeter dicken Schichten nicht einzeln abbilden. Als einer der Pioniere in diesem Feld promovierte Dr. Koopmans im Bereich der schichtspezifischen fMRT. Unterstützt durch das Emmy-Noether-Programm der DFG will Dr. Koopmans nun die Bildgebungsmethoden verbessern, und ein schichtenspezifisches Analyse-Tool und Signalmodelle zu entwickeln. Als Beweisgrundlage für seine Arbeit dient das Feld der Schmerzbildgebung. Hier sollen die Schichten der Großhirnrinde Einsicht in die Prozesse der Informationsverarbeitung im Gehirn und im Rückenmark liefern.

Interne Kollaborationen:

Externe Kollaborationen:

  • K.L. Miller (Oxford, UK; Diffusionsgewichtete MRT)
  • I. Tracey (Oxford, UK; Schmerzbildgebung)
  • J. Finsterbusch (Hamburg; Rückenmarkbildgebung)
  • K.E. Stephan (ETH Zürich, Schweiz; fMRT Signalmodellierung)
  • M. Barth (Brisbane, Australien; Sequenzentwicklung)
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