Die Phasen der Internetsucht: I-PACE-Modell bestätigt

13.05.2026 Neu

In der Forschung wird es längst genutzt, doch nun wurde das von Prof. Dr. Matthias Brand, entwickelte I-PACE-Modell („Interaction of Person-Affect-Cognition-Execution“) auch empirisch bestätigt. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie mit über 800 Teilnehmer*innen, die im wissenschaftlichen Journal „Comprehensive Psychiatry“ erschienen sind.

 Das Modell beschreibt drei grundlegendende Prozesse, die eine Internetsucht verstärken und ineinandergreifen – aus dem Wunsch, sich besser fühlen zu wollen entsteht ein innerer Drang, online zu gehen, der sich anschließend nicht mehr regulieren lässt. („feels better“, „must do“, can’t stop“) Entscheidend für ein problematisches Internetverhalten sind das Zusammenspiel von Emotionen, Gewohnheiten und Selbstkontrolle.

 Mithilfe dieses Modells lässt sich ein Suchtverlauf sogar über mehrere Monate vorhersagen. Zu erkennen, in welchem Stadium sich ein*e Patient*in befindet, ist dabei ganz entscheidend bei der therapeutischen Betreuung. Daher wurde auch die Entscheidung, die Ergebnisse in „Comprehensive Psychiatry“ zu veröffentlichen, ganz bewusst getroffen: Die Zeitschrift ist öffentlich zugänglich und richtet sich an eine klinisch tätige Leserschaft.

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